Grüne beantragen Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt Roden

Am 25. Oktober 2022 ist es endlich so weit: Roden erhält die lang ersehnte Ortsumgehung mit der B51 neu. Die Anwohner der Gerber-, Loris- und Herrenstraße werden dann vom jahrzehntelangen Durchgangsverkehr entlastet. Das bedeutet weniger Lärm, Staub und Abgase. Die alte Bundesstraße B51 wird mit Eröffnung der Ortsumgehung zur kommunalen Straße umgewidmet. In der Folge ist die Stadt Saarlouis für die verkehrlichen Anordnungen und den Unterhalt der Straße zuständig. Die Fraktion der Grünen im Stadtrat hat mit ihren Koalitionspartnern CDU und FDP einen umfassenden Antrag zur Verkehrsberuhigung gestellt. Dieser wurde ohne Kommentar und Wortmeldung der Oppositionsparteien einstimmig angenommen.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Gerald Purucker, stellte den Antrag im Ausschuss vor:

“Die Ortsdurchfahrt in Roden soll mit der Eröffnung der Ortsumgehung vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Für die Anwohnerinnen und Anwohner bedeutet dies Verbesserungen durch weniger Verkehrslärm, Staus und Abgase, aber auch mehr Sicherheit. Doch ist dem auch so? Wer garantiert uns, dass die mautpflichtige neue B51 nicht durch möglichen Lkw-Ausweichverkehr oder Abkürzungsverkehr weiter genutzt wird? Deshalb müssen wir ein Lkw-Durchfahrtsverbot, ausgenommen Liefer- und Anliegerverkehr, auf den Weg bringen. In der Nacht soll es sogar ein Durchfahrtsverbot für Lkw über 3,5t geben. Die Geschwindigkeit müssen wir den örtlichen Gegebenheiten anpassen. Die Nutzungs- und Aufenthaltsqualität im gesamten Straßenbereich muss aufgewertet werden. Dabei soll die Anwohnerschaft unter enger Beteiligung von Planern, Verwaltung und Entscheidern in die Umgestaltung in Form von Bürgerbeteiligungen- und befragungen eingebunden werden“.

Lebenswerter Straßenraum soll entwickelt werden

Die Grünen wollen neben den verkehrlichen Anordnungen die Ortsdurchfahrt Roden zur “lebenswerten Straße“ umgestalten. Es soll verkehrsberuhigende Straßenumgestaltungen mit Straßenbegleitgrün geben. Schattenspendende Bäume, Entsiegelung von nicht benötigten Flächen, Anlage von Grünflächen werden die Aufenthaltsqualität im gesamten Straßenraum verbessern. Die Wohnverhältnisse der Anwohner sollen durch Maßnahmen der Lärmminderung und Geschwindigkeitsreduzierungen analog einer Straße im Wohngebiet angepasst werden. Die Belange des Fuß- und Radverkehrs und einer barrierefreien Ausgestaltung sind dabei ebenso wichtig wie eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30.

Modulare Umsetzung gefordert

Purucker legte in seiner Antragsbegründung auch hohen Wert auf eine modulare Umsetzung: “Oberstes Ziel muss es sein möglichst schnell wirksame Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung einzuleiten. Eine bauliche Umgestaltung der knapp 2 km kann nur in Teilabschnitten gelingen. Die Finanzierung muss gesichert sein. Die Koalition von Grünen und CDU hat schon vor Jahren Gelder für den Umbau im städtischen Haushalt eingestellt. Diese werden sicherlich nicht reichen. Von daher sind alle Fördermöglichkeiten z.B. im Rahmen des Programmes “Sozialer Zusammenhalt“, zu generieren. Aber auch der LfS steht für einen erheblichen Anteil an der Finanzierung durch eine Ausgleichszahlung des Bundes an die Stadt in der Pflicht. „Diese darf nicht nur vorhandene Schäden abdecken, sondern muss auch zukünftige Entwicklung zur lebenswerten Ortsdurchfahrt Roden mitfinanzieren“, so Purucker.

Den gesamten Antrag der Grünen mit den beantragten Maßnahmen könnt ihr HIER nachlesen.

Nahezu minütlich fährt der Schwerlastverkehr auf der B51 durch Roden.
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Da ist noch ne Menge Luft nach oben. Lebenswerter Straßenraum kann entwickelt werden.
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