In Saarlouis werden keine E-Autos gebaut. Hiobsbotschaft auf Umwegen.

Schwarzer Tag für Saarlouis

Der US-Konzern Ford hat sich gegen eine Investition für neue Elektroautos in Saarlouis entschieden. Die spanische Valencia hat den Zuschlag im monatelangen Bieterwettbewerb erhalten. Die Entscheidung trifft die Region und die 4.600 Beschäftigten und die gut 1.500 Beschäftigten in den Zulieferbetrieben hart. Dazu der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat von Saarlouis, Gerald Purucker:

„Die Entscheidung, das E-Auto in Valencia zu bauen, ist ein schwerer Schlag für den Wirtschaftsstandort Saarland und insbesondere für Saarlouis. Neben allen Folgen für Arbeitsmarkt, Kaufkraft und Wirtschaft fällt der amerikanische Autokonzern auch als möglicher Treiber der Mobilitätswende im Saarland aus. Denn mit dem geplanten Elektro-Ford hätte die Region nicht nur einen Image-Gewinn, sondern auch wesentliche Impulse für Innovationen, etwa im Bereich der Ladeinfrastruktur und smarter Technologien erhalten. Darüber hinaus wäre ein von Ford in Saarlouis gebautes E-Modell auch ein Treiber im Bereich der erneuerbaren Energien in der Region gewesen.

Die Entscheidung trifft vor allem die Mitarbeiter:innen und ihre Familien. Sie blicken in eine ungewisse Zukunft. Deshalb ist nun die Politik im Land, aber auch vor Ort gefordert, möglichst schnell Alternativen zu entwickeln. Dabei spielt der Weiterbetrieb am Standort mit einer Teilefertigung, die Ansiedlung hochmoderner mittelständischer Technologiebetriebe und Initiativen zur Kompensation von Arbeitsplätzen eine entscheidende Rolle. Die Fraktion der Grünen im Stadtrat wird diesen Prozess der Transformation aktiv und nachhaltig unterstützen“.

Gerald Purucker, Fraktionsvorsitzender Grüne Stadt Saarlouis

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