Forschungsprogramm "Konnekt" bringt 2,3 Millionen Euro und neue Ideen in die Region Saarlouis

Gerald Purucker: „Forschungsprojekt für nachhaltiges Energie- und Abfallmanagement  bringt  2,3 Millionen Euro Fördergelder und neue Ideen nach Saarlouis.“

Gerald Purucker, Fraktionsvorsitzender B90/Die Grünen

Im Ausschuss für Nachhaltigkeit, Ökologie und Verkehr der Stadt Saarlouis wurde am 9. März 2022 das Förderprogramm „REGION. Innovativ: Konnekt“ vorgestellt. Der Fördermittelgeber, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, stellt hierzu für die Dauer von 3 Jahren insgesamt 2,29 Mio. Euro für zur Verfügung. Die Projektpartner*innen sind IZES (Federführung), die Kreisstadt Saarlouis, die Gemeinde Nalbach, der Landkreis Saarlouis, die Bauhaus-Universität Weimar, Björnsen Beratende Ingenieure und das IZT (Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung). Dazu der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat von Saarlouis, Gerald Purucker:

„Wir begrüßen das zukunftsorientierte und nachhaltige Forschungsprogramm „Konnekt“, das mit insgesamt 2,29 Millionen Euro an Sach- und Personalmitteln für drei Jahre gefördert wird. Wir freuen uns, dass sich die Kreisstadt Saarlouis, die Gemeinde Nalbach und der Landkreis daran beteiligen.

Mit dem Programm sollen praktikable Wege aufgezeigt werden, wie im Rahmen einer verstärkten interkommunalen Kommunikation ein gemeinsames Flächen-, Abfall und Energiemanagement erzielt werden kann. Durch die Förderung der regionalen Kreislaufwirtschaft und einer Verstärkung des interkommunalen Wissentransfers profitieren Gesellschaft, Unternehmen und Politik. Das Programm soll Wege aufzeigen, so zu wirtschaften, dass keine Abfälle entstehen und Ressourcen wieder und wieder verwendet werden können. Um den Ressourcenverlust und den Klimawandel abzumildern untersuchen die Projektpartner dabei die Ist-Situation (Jahre 2021 – 2024) und vergleichen sie mit der Situation „futur“ im Jahr 2100.

Die Ergebnisse aus dem Landkreis werden mit zwei Transferregionen in Weimar und der Saarlouiser Partnerstadt Eisenhüttenstadt evaluiert und verglichen. Durch diesen zeitlichen und regionalen Vergleich ergeben sich konkrete Handlungsempfehlungen, etwa in der ökologischen Ausgestaltung von Wohn-, Gewerbe-, und Industriegebieten. Das Programm gibt der Politik, Unternehmen und der Gesellschaft eine Art „ökologisch-ökonomisch-zirkuläre Agenda“ mit auf dem Weg. Besonders freut uns die im Projekt vorgelebte interkommunale Zusammenarbeit der Kreisstadt Saarlouis mit der Gemeinde Nalbach. Beide Kommunen arbeiten eng zusammen und teilen sich eine gemeinsame Stelle einer Stoffstrommanagerin bis Mitte 2024.

Wir freuen uns auf ein spannendes Projekt und auf  Ergebnisse, die den strategischen und praxisorientierten Transformationsprozess des nachhaltigen (Zusammen-) Lebens, Wohnen und Arbeitens begleiten werden.

Durch eine konsequente Umsetzung der Forschungsergebnisse behalten wir Wertschöpfungsketten und damit Mehrwerte in der Region. Das schafft Arbeitsplätze für junge Menschen im Landkreis und macht unsere Region wesentlich attraktiver für innovative Umstellungsprozesse und Neuansiedlungen“.

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